Und dann waren sie weg... Die Amerikaner in Würzburg
Nach 63 Jahren haben im Jahr 2008 die in Würzburg stationierten Amerikaner die Stadt verlassen. Über 10.000 Soldaten, Zivilangestellte und ihre Familien waren in Spitzenzeiten hier stationiert und lebten in Stadt und Umland. Beheimatet war hier für sehr viele Jahre unter anderem die "Big Red One" - die 1. Infantarie Division. Die letzten Streitkräfte verließen Würzburg Ende September 2008 - bis zu diesem Termin war hier noch die 69. Flugabwehr Artillerie Brigade stationiert die dann auch ihren Fahnen einholte.
In der Stadt Würzburg gab es viele Gebäude und Gelände die von den Streitkräften genutzt wurden - Hauptpunkt war dabei das 134,5 Hektar große Leighton-Areal mit der Kaserne "Leighton Barracks". In den beiden Würzburger Kasernen waren u.a. die folgenden Einheiten stationiert:
- 98th Area Support Group (Faulenberg Kaserne)
- 417th Base Support Battalion (Leighton Barracks)
- diese beiden sind aufgegangen in die U.S. Garrison Franconia
- 101st Military Intelligence Battalion (Leighton Barracks)
- 1st Military Police Company
- 69th Signal Battalion (Leighton Barracks)
Natürlich war den Würzburgern irgendwie sicher immer klar, dass uns die Amerikaner irgendwann verlassen würden. Der ersten Anzeichen dafür gab es im Jahr 2004. Damals schrieb die Main-Post: "Der Abzug der US-Truppen aus Deutschland gestaltet sich offenbar weit umfangreicher als bisher bekannt. Danach sollen sowohl die in Unterfranken stationierte 1. US-Infanteriedivision als auch die 1. Panzerdivision aus dem Rhein-Main-Gebiet in die USA zurück verlegt werden. Dies meldet die New York Times unter Berufung aus US-Regierungskreise. Die 1. US-Infanteriedivision hat ihr Hauptquartier in Würzburg und Truppen in Schweinfurt, Kitzingen und Bamberg stationiert. Derzeit befindet sich das Gros der Soldaten im Einsatz im Norden des Irak". Im Laufe der nächsten Jahre kristallisierte sich immer mehr heraus, wie der Abzug von statten gehen würde. Und so langsam aber sicher begannen sich auch die Stadtoberhäupter darüber Gedanken zu machen, was man denn mit den zu erwartenden Flächen anfangen könne...
Im August 2004 sagte der Würzburger Bundestagsabgeordnete und Verteidigungs-Staatssekretär Walter Kolbow der Main-Post: "Klar ist, dass sich das US-Militär neu aufstellt und ihr Konzept an der Terrorismus-Bekämpfung ausrichtet. Deshalb wollen sie die 1. Panzerdivision und die 1. Infanteriedivision wahrscheinlich abziehen. Und davon werden wir wohl betroffen sein. Wir versuchen auf allen Ebenen, die Amerikaner von den Vorteilen der unterfränkischen Stationierungsorte zu überzeugen. Aber man darf sich nichts vormachen: Es wird zu einer Reduzierung kommen".
Diese Seite möchte ansatzweise darüber informieren, was in den 63 Jahren passierte, und was heute - wenn überhaupt - davon übrig geblieben ist...
Die Leighton-Barracks
Die Leighton-Barracks waren der Hauptstützpunkt der Amerikaner in
Würzburg. Das Kasernen-Gelände wurde an Ostern 1945 von den Amerikanern eingenommen. Bis dahin war auch dies eine Kaserne der Wehrmacht. Hier gab es alles für die Zivilisten und Angehörigen der Armee. Vom riesigen Supermarkt, über Schulen, Kirchen, Sportanlagen, ein Kino sowie eine Spielhalle bis hin zum eigenen Burger King, Anthony´s Pizza und Popey´s Restaurant. Hauptanziehungspunkt für viele in Unterfranken stationierte Amerikaner war aber wohl die Shopping-Mal. Sie war das größte Einkaufszentrum der Amerikaner in Europa. Hier wurde überwiegend extra für die Streitkräfte aus den USA importierte Lebensmittel verkauft. Das Fleisch kam z.B. von tropischen Inseln wie Hawaii. Geöffnet war der Supermarkt und die 14-Zapfsäulen große Tankstelle an sieben Tagen die Woche - rund um die Uhr. (2)
Übrig geblieben ist von alle dem nur ein riesiges, hermetisch abgeriegeltes Gelände. So war es mir auch nur möglich, einige wenige Fotos "von außen durch den Zaun" zu machen. Gerne hätte ich die vorhanden Gebäude dokumentiert. Ein Betreten des Geländes scheint aber schlicht unmöglich zu sein - vor allem nicht zum Fotografieren...
Die Zukunft des Areals ist inzwischen auch gesichert. Im Jahr 2018 findet hier die Landesgartenschau statt. Zusätzlich hat dieUni Würzburg den benachbarten Hubland-Campus auf das Leighton-Areal erweitert und nutzt Gebäude und Sportanlagen auf dem neu erschaffenen "Hubland-Campus-Nord" dafür. Die ehemaligen Wohngebäude in der Rottendorfer Straße wurden seit Anfang 2009 komplett renoviert und können inzwischen ganz regulär gemietet werden.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Videos aus den Leighton-Barracks
Dieses YouTube-Video zeigt eine Autofahrt durch die Kaserne im Juli 2008 - drei Monate bevor die Amerikaner Würzburg verlassen hatten. Auch interessant anzusehen ist dieser Film aus dem Jahr 1989. Zu sehen sind die Highschool, Elementary School und weitere Einrichtungen wie das Baseball Feld und die PX (Einkaufszentrum).
Blick in die Vergangenheit - Kasernen in den 1960er Jahren
Auf dieser Seite findet man viele Bilder aus Würzburg und vor allem von den Leighton Barracks und der Hindenburg-Kaserne aus den Jahren 1966-67. Das Bildmaterial stammt von der Webseite Panoramio.com und wurde von einem Amerikaner angefertigt der damals offensichtlich in Würzburg stationiert war.
Zusätzlich gibt es auf der Seite ein Video das einen 8mm Schmalfilm aus den Jahren 1966 - 68 zeigt. Zu sehen sind einige Aufnahmen aus der Innenstadt von Würzburg sowie viele Aufnahmen der Leighton Barracks.
Der AFN auf UKW 104,9 in Würzburg
Ab 01. Mai 1980 hatten die Würzburger Dank der Amerikaner auch das "Vergnügen"
einen "ganz anderen" Radiosender hören zu können. Viele haben ihn vielleicht gar nicht wirklich bemerkt im Lauf seiner Sendejahre. Für manche war der AFN (American Forces Network) aber vielleicht die Möglichkeit einen kleinen Blick über den "eigenen Tellerrand" zu werfen. Gesendet wurde aus einem kleinen Gebäude in den Leighton-Barracks. Von dort wurden neben Würzburg auch die Standorte Kitzingen, Giebelstadt, Schweinfurt, Bad Kissingen, Bamberg, Ansbach und Illesheim versorgt.
Ich
persönlich habe den AFN immer sehr gerne gehört. Bis zum Schluss war er in gewisser Weise "mein Sender". Zwar war die Tonqualität nie wirklich überragend oder gar an den Qualitätsmaßstäben deutscher Radiosender zu messen. Dafür war das Programm aber sehr abwechslungsreich und einfach in vielerlei Hinsicht "anders" als hierzulande üblich... Vielleicht hat es mich auch
getäuscht, aber ich fand die Moderatoren irgendwie immer ziemlich lässig. Wenig überflüssige Moderationen, fast nie lästige Gewinnspiele und keine Moderatoren die meinten ihre vermeintliche Lokalprominenz ausspielen zu müssen. Statt dessen gute Rockmusik und ab und zu auch Country oder Black-Music - ein Programm das eben den Bedürfnissen der Streitkräfte angepasst war. Gesendet wurde anfangs nur sechs Stunden täglich und das auf Mittelwelle 1143 kHz (auf der auch heute noch etwas zu hören ist). Später kam dann das 24-Stündige Vollprogramm auf UKW 104,9 mit Programmübernahmen aus den USA (z.B. dem "National Public Radio" - NPR) dazu. Nicht zu vergessen sei natürlich auch das eigene Fernsehprogramm des AFN. Dieses war für Deutsche aber aufgrund des von den Amerikanern verwendeten Fernsehstandards nicht oder nur schwer zu empfangen.
Und so klang der AFN mit dem Programm Z-FM damals in Würzburg. Die Montage enthält zwei kleine Station-IDs - so genannte "Jingles": Jingles abspielen.
Der Sendebetrieb wurde ohne große Vorankündigung am 01. Juli 2008 eingestellt. Der AFN sendet heute nur noch in Schweinfurt für die dort stationierten Truppen und ist in Würzburg unter "normalen" Empfangsbedingungen über UKW leider nicht zu empfangen.
Emery-Barracks an der Veitshöchheimer Straße
Stolz stehen die alten Gebäude
aus den 1930er Jahren an der lauten Bundesstraße. Wenig erinnert heute noch daran, dass dies früher auch eine Kaserne der Amerikaner war. Denn seit dem Jahr 1992 dient der Komplex als Asylbewerberheim des Freistaats Bayern für inzwischen 450 Menschen aus 35 Nationen. Sie "leben" und warten hier vor allem auf ihr Asylverfahren. Immer wieder mal gab es hier in der Vergangenheit Probleme mit Gewalt unter den Bewohnern. Kein Wunder - sind doch in den Gebäuden Menschen unterschiedlichster Kulturen auf für unsere Wohnverhältnisse beengtem Raum untergebracht - man könnte auch sagen "kaserniert". Die humanitären Zustände in der Kaserne sind kurz und treffend ausgedrückt in vielen Fällen "katastrophal". Zu dieser Einschätzung kam der bayerische Flüchtlingsrat nach seiner einwöchigen Aktion "LagerInventour". In Würzburg waren die Ratsmitglieder besonders schockiert. Es sei das "krasseste Lager, das sie jemals zu Gesicht bekommen" hätten. Wegen dieser Zustände berichteten im April 2009 auch die Tagesthemen der ARD in einem Beitrag über das Lager in Würzburg...
Aber nicht nur dem Flüchtlingsrat sind die Zustände bekannt. Der Bürgerverein Unterdürrbach forderte bereits seit längerem die Einbeziehung des früheren Kasernenareals in die städtischen Konversionsplanungen nach dem Abzug der Amerikaner. Geworden ist daraus bisher nichts.
Die Faulenberg-Kaserne an der Nürnberger Straße
Auf dem Gelände neben der alten Feuerwehrschule aus dem Jahr 1887/88 befand sich lange Jahre eine Kaserne mit großem Fahrzeugpark.
Auch diese Kaserne ist inzwischen natürlich verschlossen und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Ursprünglich war in der Stadt mal eine Ansiedelung von IKEA auf diesem Areal angedacht. Das Möbelhaus eröffnet seine Würzburger Filiale aber dann im Juni 2009 in Lengfeld in einem neu erschlossenen Industriegebiet.
Ein Masterplan für die Faulenberg-Kaserne
Für die Entwicklung der ehemaligen Faulenbergkaserne wurde von der Stadt ein "Masterplan" entwickelt, im Konversionsausschuss der Stadt Würzburg vorgestellt und Ende September 2011 beschlossen.
Die Ziele:
Das Gebiet soll größtmögliche Nutzungsvielfalt im Bereich hochwertiges Gewerbe entwickeln. Dafür sollen großzügige, attraktive Freiräume gestaltet werden und identitätsstiftende Gebäude (Baudenkmäler) eine Reaktivierung erfahren. Eine stadtverträgliche Mobilität und optimale verkehrliche Vernetzung sollen gefördert und die qualitätvolle Umsetzung des Leitbildes sichergestellt werden. Die flexible und solide Nutzungsstruktur soll als Grundlage für erste Entwicklungsimpulse dienen.
Mit Beschluss des Masterplanes liegt nunmehr ein Gesamtkonzept vor, das den weiteren Fortgang des Planungs- und Realisierungsprozesses vorgibt. Der Masterplan fasst die gemeinsam erarbeiteten Ziele und Leitgedanken der Entwicklung zusammen und bildet den Rahmen für eine qualitätvolle Umsetzung.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Verwaltungsgebäude am Ludwigkai
Viele Jahre war der unscheinbare Bau am Ludwigkai der Sitz der "Military Police" in Würzburg. Das Gebäude war übrigens - wie viele weitere Standorte der Amerikaner - schon vor dem Krieg in Militärischem oder
Regierungsbesitz. In diesem Gebäude am Ludwigkai 4 und 6 befand sich die NSDAP-Ortsgruppe und die "Nationalsozialistische Frauenschaft" (NSF) der Nazis. (1)
Das US-Hospital am Galgenberg
Am 19. Oktober 2007 wurde auch hier die letzte Fahne eingeholt. Mehr als 60 Jahre wurde das, bereits von der Wehrmacht im Jahre 1937 errichtete Krankenhaus auf dem Mönchberg, von der US-Army als Hospital genutzt. Das Objekt oberhalb der
Missionsärztlichen Klink, ca. 6 Hektar groß, steht nunmehr leer. Die Gebäude und Anlagen wurden in die Hand der Bundesanstalt für Immobilien (BIMA) übergeben. Die hier gezeigten Bilder entstanden fast auf den Tag genau ein Jahr nach der Schließung am 12. Oktober 2008.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Der Komplex wurde von der Nürnberger Maiberg GmbH erworben und wird nun seit dem Jahr 2009 für rund 60 Millionen Euro umgebaut. Die Gebäude wurden entkernt und teilweise abgerissen. Aus dem ehemaligen US-Hospital entsteht auf dem 56.000 Quadratmeter großen Gelände der "Wohnpark Mönchberg" mit 180 - 200 Eigentumswohnungen der "gehobenen Klasse" für entsprechende Preise. Zwischen 50 und 200 Quadratmeter werden die neuen Wohnungen haben, bei einem Preis zwischen 2.350 und 2.750 Euro je nach Lage und Attraktivität pro Quadratmeter. Die meisten Apartments, überwiegend drei bis vier Zimmer, haben eine Wohnfläche von 85 bis 125 Quadratmeter. Ende 2010 sollen die ersten Wohnungen bezugsfertig sein.
Hindenburg-Kaserne in der Zellerau
Auch hier war ein Stützpunkt der Amerikaner in Würzburg. Sehr viele Jahre haben sie den Stadtteil und seine Anwohner durch ihre Anwesenheit stark geprägt. Das Gelände ist inzwischen eine Brachfläche (siehe Bilder). Weitere ehemalige Kasernen aus "Kaisers Zeiten" werden seit vielen
Jahren von der Bereitschaftspolizei in der Sedanstrasse verwendet.
Untergebracht war hier ein Fernmeldebattalion mit seinem Fuhrpark. Auf dem Gelände befanden sich aber auch einige inzwischen abgerissene Gebäude wie z.B. ein Casino mit Kantine und Veranstaltungsräumen. Zusätzlich gab es einige Unterkünfte und eine Werkstatt für Raketenmotoren. Ein Anwohner erzählte mir, dass hier früher "Tag und Nacht" gearbeitet wurde. Das Areal wurde bereits Mitte der 1990er Jahre verlassen. Heute sind in den Garagen unter anderem einige Fahrzeuge der Stadt Würzburg und die Faschingswagen der Karnevalsfreunde Zellerau untergebracht. Ein Teil des ehemaligen Geländes wird auch von der benachbarten Feuerwehrschule mit verwendet. In der Zukunft soll angeblich eine Wohnanlage auf dem Gelände entstehen. Entsprechende Pläne wurden aber wohl - so ein Anwohner - schon mehrmals wieder verworfen.
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Die Bedeutung der Amerikaner für Würzburg
Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor waren und das Militär auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungierte, ist die Schließung der Kasernen von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet worden.
Nicht zu vergessen sind auch die unzähligen persönlichen Kontakte zwischen US-Soldaten, den Angehörigen sowie der Würzburger Bevölkerung. Für viele Betroffene ist sicherlich eine große Lücke entstanden. Denn mit den Amerikanern sind nicht nur unsere "Besatzer", sondern auch unsere Freunde aus der Stadt gegangen.
Mir fehlte schon seit Jahren das legendäre Deutsch-Amerikanische-Freundschaftsfest in den Leighton Barracks sowie der ein oder andere Besuch im "echten" Burger King. Zwar war dies nie so wirklich erlaubt, aber zu Zeiten vor 9/11 - und damit vor dem Angriff auf das World-Trade-Center in New York - war dies durchaus noch möglich. Damals stand die Kaserne offen und man konnte ohne Probleme mit dem Auto hindurch fahren. Auch der Besuch bei Burger King war darum möglich wenn man dort in US-Dollar bezahlte.
Gerne erinnere ich mich an die Zeiten als das Deutsch-Amerikanische-Freundschaftsfest das dritte Volksfest in Würzburg war. Einmal im Jahr (ich glaube es war immer im April) öffneten die Amerikaner die Kaserne für die Bevölkerung. Tagsüber gab es ein Familienprogramm und man konnte u.a. den ein oder anderen Panzer und weiteres Militärgerät besichtigen. Nicht zu vergessen sind auch die legendären kulinarischen Angebote. Jeden den ich kenne und der damals dabei war, schwärmt noch heute zu Recht von den leckeren Eissorten, Süßigkeiten die es in Deutschland einfach nicht gab, und selbstgemachten Burgern auf dem Grill - das waren noch Zeiten...
Der Spaß endete letztlich mit dem Angriff auf das World-Trade-Center in New York. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wurden die Kasernen total verrammelt und streng bewacht. Die Offenheit und "Entspanntheit" der Amerikaner war damit für uns Würzburger dahin. Es gab zwar noch das ein oder andere Volksfest, jedoch unter extremen Sicherheitsbedingungen. Jeder Wagen der auf das Gelände fahren wollte wurde komplett gefilzt, so dass sich ewige Schlangen vor der Kaserne bildeten. Warhscheinlich war dies dann auch den Ammis zu viel und das Deutsch-Amerikanische-Freunschaftsfest war Geschichte...
Jahres des Überlebens - die Amerikaner in Franken
"Wie aus Feinden Freunde wurden" ist das Motto des hier gezeigtem Dokumentarfilms des Bayerischen Rundfunks. Ende März 1945 beginnt mit der Einnahme von Aschaffenburg der Einmarsch der Amerikaner in Bayern. Würzburg und die anderen größeren Städte Unterfrankens sind durch Bombenangriffe bis in die letzten Kriegstage zerstört worden. In vielen Dörfern versucht ein letztes Aufgebot an Volkssturmleuten und Jugendlichen Widerstand zu leisten, provoziert aber damit nur weitere Zerstörungen und Opfer.
Noch beeinflusst von der Nazipropaganda sehen die meisten Bürger die Amerikaner als Feinde, die allein verantwortlich für den Verlust von Eigentum und Sicherheit, für die Verletzung und Tötung von Verwandten, Freunden oder Nachbarn sind. Doch mit der Besetzung beginnt eine sehr rasche Umorientierung, die nicht allein mit dem abrupten Ende der nationalsozialistischen Öffentlichkeit erklärt werden kann. Denn schnell werden auch im privaten Bereich aus den amerikanischen Feinden, Freunde und Verbündete, deren Lebensart bewundert und bald nachgeahmt wird.
Die Sendung zeigt diesen auch in größerem historischen Maßstab bemerkenswerten Wandel im politischen, im kulturellen und im Alltagsleben und untersucht seine Ursachen. Mit Dokumentarmaterial und der Befragung von Zeitzeugen werden die Jahre der Besatzung in Erinnerung gerufen und nach unterschiedlichen Motiven für die individuelle und öffentliche Annäherung an den alten Feind gefragt.
Ein Original auf Würzburgs Straßen...
Als ich im Juni 2009 die Fotos rund um die Faulenberg-Kaserne gemacht hatte und anschließend zu einem Kaffee in eine nahe gelegene Tankstelle einkehrte, staunte ich nicht schlecht. Vor meinen Augen stand - passend zu den eben geschossenen Fotos - ein original und 1A erhaltener Militär-Jeep der Amerikaner wie er früher natürlich auch auf Würzburgs Straßen zu sehen war. So kam ich auch kurz mit Stefan ins Gespräch dem das Fahrzeug gehört und der geradewegs von einem regionalen Militärfahrzeugtreffen kam. Er erzählte mir, dass es doch recht schwierig sei so ein Fahrzeug vor allem in diesem Zustand aufzutreiben. Der Wagen aus dem Jahr 1969 besitzt einen Ford 4-Zylinder-Motor und wurde extra aus dem fernen Osten importiert. Erwähnenswert ist wirklich der Originalzustand. Jede Beschriftung ist da - alle Ausrüstungsgegenstände inklusive Funkantenne und Funkgerät (allerdings von der Bundeswehr) sind vorhanden und sogar der Lack ist noch original...
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Danke für die Infos und das ich die Fotos machen durfte Stefan!
Google-Map
Diese Google-Map zeigt die ehemaligen Standorte mit Kasernen und weiteren Einrichtungen der Amerikaner in Würzburg.
Größere Kartenansicht bei Google-Maps
Quellenangaben
- (1) Facharbeit: Nationalsozialistische Einrichtungen in Würzburg
- (2) Globalsecurity.org
- Weitere Quelle: Artikel über die US-Streitkräfte bei Wikipedia.de
Letzte Aktualisierung: 16.01.2012








































