Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Hauptbahnhofs
Der Würzburger Hauptbahnhof steht vor großen Veränderungen. Das Gebäude aus dem Jahr 1954 und sein Umfeld ist vielen Menschen in der Stadt, nicht zu Unrecht, ein Dorn im Auge. Wer aus dem jetzigen Bahnhof auf den Vorplatz tritt, findet zwar endlich einen sehr schönen und frisch sanierten Brunnen, aber rundherum nichts weiter als an allen Ecken und Enden geflickte Straßenteile und überwiegend heruntergekommene Flachbauten. Auch im Inneren des Bahnhofs sieht es nicht viel besser aus. Der Mief der 1950er Jahre wurde hier lange Zeit von der Bahn beibehalten und "gepfelgt". Nun ist es aber so, dass im Jahr 2018 die Landesgartenschau nach Würzburg kommt. Dies war vielleicht auch ein Grund dafür, dass die Bahn endlich eine verlässliche Aussage bezüglich der Renovierung gemacht hat.
Die folgende Seite soll zeigen, wie sich unser Bahnhof verändert. Die Bahnhofsbilder auf dieser Seite entstanden im Abstand jeweils eines Jahres zwischen 2009 und 2011.
Die Geschichte des Würzburger Hauptbahnhofs

Der Bahnhof wie wir ihn heute kennen, existiert so seit dem Jahr 1954. In diesem Jahr war der Wiederaufbau nach dem Bombenangriff vom 16. März 1945 abgeschlossen und der Bahnhof wurde feierlich wiedereröffnet. Vor dem Krieg war der Bahnhof ein schöner Jugenstilbau aus der Jahrhundertwende. Nachdem von den alten Gebäuden nach dem Krieg nicht mehr viel übrig war, musste damals etwas neues geschaffen werden. Die Zerstörungen waren einfach zu stark und auch der Bahnhof selber wurde - der Zeit und dem gestiegenen Verkehrsaufkommen entsprechend - größer aufgezogen. So entstand ein für die damalige Zeit moderner Flachbau mit Nebengebäuden.
Der ursprüngliche Bahnhof aus der Zeit um 1870 hatte seinen Standort übrigens am Platz des heutigen Mainfranken-Theaters in der Theaterstraße. Die ehemaligen Bahnhofsgebäude wurden noch bis in den Krieg als Veranstaltungshalle genutzt. Bis in die 1960er Jahre waren die durch den Krieg entstandenen Ruinen erhalten geblieben und wurden dann 1964 durch den Theaterneubau ersetzt.
Steht man heute vor dem Mainfranken-Theater, kann man rechts noch ein Originalgebäude aus der Zeit des alten Bahnhofs sehen. Am Gebäude hat der "Zahn der Zeit" sichtbare Spuren hinterlassen, so das eine Lösung für die im Gebäude befindlichen Behörden gefunden werden musste. Wie fast überall wo Sandstein verbaut wurde und die Umwelteinflüsse (z.B. Straßenverkehr) sehr stark sind, gibt es derartige Probleme. Bis Oktober 2011 befand sich demnach im Gebäude 59 Jahre lang das Gesundheistamt der Stadt Würzburg und ist jetzt in das frisch renovierte Landratsamt in der Zeppilinstraße gezogen. Auch das Veterinäramt wurde umgesiedelt, allerdings in die Leistenstraße.
Bilder 2009
Die folgenden Bilder zeigen den Hauptbahnhof an einem Sonntag Nachmittag im August 2009.
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Bilder 2010
Seit dem ich diesen Artikel Anfang 2010 veröffentlicht habe, hat sich am Bahnhof schon einiges getan und die ersten Bauarbeiten sind in vollem Gange. Den Würzburgern bleibt momentan nicht viel anderes übrig, als sich daran zu gewöhnen, dass der Hauptbahnhof für die nächsten Jahre eine Großbaustelle ist. Dies beweisen auch einige der Bilder aus dem August 2010.
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Bilder 2011
Und wieder ist ein Jahr vergangen seit ich die Bilder rund um den Hauptbahnhof zuletzt aktualisiert hatte. Sinn und Zweck ist es aber natürlich nach wie vor, hier die Fortschritte zu dokumentieren. Die folgenden Bilder stammen also erneut aus dem August 2011.
Das Umfeld von Bus- und Hauptbahnhof
Alleine schon aus beruflichen Gründen komme ich in der Regel täglich an den Würzburger Busbahnhof zum Umsteigen zwischen Bus und Straßenbahn. Ungefähr seit einem
halben Jahr fällt mir auf, dass sich das Umfeld stark zum negativen verändert hat.
Früher war es in der Regel nur eine Hand voll Punks die vor den Buden oder auf der Rasenfläche Platz nahmen um sich dort treffen. "Sauber" in dem Sinne waren sie dabei zwar nicht, aber es war wenigstens mehr oder weniger friedlich.
Inzwischen verkommt aber gerade das direkte Umfeld des Busbahnhofs für meinen Geschmack zu einem regelrechten Saufgelage. Ob mittags oder Abends - wer vom Busbahnhof zur Straßenbahnhaltestelle geht, trifft in der Regel ständig auf alkoholisierte Personen die sich häufig auch in den Haaren haben. Besonders "erschreckend" empfinde ich dabei den Anteil der vielen sehr jungen Leute. Besonders die wenigen Bänke und Wartehäuschen am Busbahnhof werden von diesen Leuten ständig belagert und sind eh so dreckig und stinken, dass man dort nicht wirklich Platz nehmen möchte.
Erst vor wenigen Tagen wurde ich selber Zeuge einer Auseinandersetzung zwischen einigen (angetrunkenen) Personen. Mein Bus kam wie so häufg wenigen Minuten zu spät am Busbahnhof an weswegen der Straßenbahnanschluß natürlich mal wieder weg war. So blieb mir also nichts weiter übrig, als einige Minuten warten zu müssen. ich beobachtete wie mehrere Personen lautstark und sichtlich aggressiv gegeneinander vorgingen. Ruck Zuck war das Maß der Dinge überschritten und es flogen die Fäuste. Die Stimmung unter den Beteiligten war so aggressiv, dass zwei weitere Personen in Streit gerieten. Ein sturzbetrunkener Mann der einen anderen beleidigt hatte fing sich ebenfalls eine ein und ging zu Boden.
Ca. eine Minute später erschien ein Streifenwagen. Die Beamten stiegen aus und zogen zur Sicherheit gleich ihre schwarzen Lederhandschuhe an. Zwei Minuten später erschien ein zweiter, dritter und kurz danach auch noch ein vierter Streifenwagen mit Blaulicht und Sirene. Insgesamt waren nun acht Polizisten vor Ort und hatten die unruhige Lage durch ihre starke Präsenz schnell im Griff und vernahmen die beteiligten Personen...
Warum muss das alles sein frage ich mich? Was ist toll daran sich am Bahnhof aufzuhalten und Bier oder Schnapps zu trinken? Für mich ist klar, dass auch solche Leute zu unserer Gesellschaft gehören - ob man dies nun mag oder nicht. Warum treffen sich aber so viele Jungendliche mit ihren Cliquen an diesem Ort? Das ein Bahnhof in der Regel ein Ort ist der die unterschiedlichsten Leute anzieht, ist mir klar. Die Frage die sich mir aber eigentlich stellt ist, warum dies überhaupt möglich ist? Warum kümmert sich der Bahnhschutz und die Polizei nicht darum? Sicherlich: Platzverweise würden das Problem nur verlagern und nicht in Luft auflösen - das wäre zu einfach gedacht. Etwas mehr Präsenz oder auch Sozialarbeit die von der Stadt in Auftrag gegeben wird, wäre hier sicherlich angebracht und vielleicht ein Lösungsansatz...
Pläne für Einkaufszentrum gescheitert
Im Jahr 2006 waren die Bahn, die Stadt Würzburg und die private mfi AG in einem Bürgerentscheid mit dem "Würzburg Arkaden"-Projekt gescheitert. Die Projektpläne beinhalteten den Bau eines Einkaufszentrums auf 20.000 Quadratmetern und einer Veranstaltungshalle für 5.000 Besucher direkt neben dem Hauptbahnhof. Zudem sollten die Bahnhofshalle und der -vorplatz umgestaltet und modernisiert werden. Die Bürgerinitiative "Ringpark-in-Gefahr“ warnte damals vor allem vor weiteren Eingriffen in die Parkflächen am Bahnhof. Zudem befürchtete sie einen Verkehrskollaps und die Verödung der Innenstadt nach Eröffnung des Einkaufszentrums. Die Initiative erwirkte letztlich einen Bürgerentscheid, in dem sich die Würzburger gegen das Projekt aussprachen. (1)
Quellenangaben
(1) Nachrichtentexte dieser Seite: Bayerischer Rundfunk 18.03.2010
Letzte Aktualisierung: 16.01.2012






































