Der Würzburger Stadtteil Heidingsfeld
Der Würzburger Stadtteil Heidingsfeld - im Volksmund auch "Hätzfeld" oder "Das Städtle" genannt, ist tatsächlich eine ehemalige kleine Stadt. Heidingsfeld wurde erst im Jahr 1930 auf Wunsch der Bürger zu Würzburg eingemeindet und war vorher eine selbständige Stadt. Gerade deshalb hat sich vielleicht auch der eigenständige Charakter des Stadtteils mit seiner historischen Stadtmauer erhalten. Das ehemalige Stadtgebiet erstreckte sich vom Steinbachtal bis zum heutigen Stadtteil Heuchelhof.
Die Geschichte von Heidingsfeld
Urkundlich erwähnt wurde Heidingsfeld in einer Marktbeschreibung von
n. Chr. Ursprünglich soll der Name von „Hedans Feld“, also Stadt des thüringischen
Herzogs Hedan kommen.
1367 bekam Heidingsfeld die Stadtrechte verliehen. 1565 ließen sich aus Würzburg vertriebene Juden in Heidingsfeld nieder. Der Ort wurde so zu einem wichtigen religiösen Zentrum der jüdischen Gemeinde und war im frühen 18. Jahrhundert Sitz des Ober-Rabbiners von Unterfranken. Im frühen 19. Jahrhundert hatte Heidingsfeld (nach Fürth) die zweitgrößte jüdische Gemeinde im damaligen Königreich Bayern.
Gustav Adolf II. eroberte die Stadt im 30-jährigen Krieg - bis heute existiert in der Sage vom "Giemaul" ein Nachhall, die dazu gehörige Figur hängt noch heute am Rathaus und ist ein Wahrzeichen von Heidingsfeld.
1930 wurde die Stadt nach Würzburg eingemeindet, bei der Reichspogromnacht wurde 1938 die Synagoge in Heidingsfeld zerstört. 1945 wurden 85 % des Ortes bei Luftangriffen verheerend beschädigt. Die Folgen davon kann man heute noch an der alten Stadtmauer erkennen (siehe Bilder).
Die Heidingsfelder Stadtteile
Der Altort ist im wesentlichen das Gebiet innerhalb der Stadtmauer und wird im Volksmund als "Städtle" bezeichnet (im Gegensatz zur "Stadt", mit der gemeinhin die Würzburger Innenstadt gemeint ist).
Die Lehmgrubensiedlung ist eine Wohnsiedlung am Hang des Blosenbergs nordöstlich der Eisenbahnstrecke Würzburg-Lauda-Königshofen. Dort existiert kaum mehr Einzelhandel, es bestehen jedoch gute Verkehrsanbindungen in die Innenstadt von Würzburg. Die frühere Buslinie 23 wurde mittlerweile eingestellt und durch die Linie 16 ersetzt.
Entstehungsgeschichte der Lehmgrubensiedlung: In den 1930er Jahren bauten die Bürger erste Siedlerhäuschen mit großem Gartengrundstück in Eigenleistung. Hierbei wurden zunächst die Häuser von allen gemeinsam erbaut und anschließend unter den zukünftigen Bewohnern verlost. So wurde sichergestellt, dass sich niemand beim Bau der Häuser übervorteilte. Die großen Gärten waren notwendig, um genug Lebensmittel anbauen zu können, da als Folge der Weltwirtschaftskrise viele Bewohner verarmt waren. 1957 war die Einweihung der kath. Pfarrkirche "Zur Heiligen Familie" In den 1960er und 1980er Jahren folgte die Erschließung weiterer Baugebiete die bis in die 1990er Jahre dauern sollten.
Quelle: Wikipedia.de
Bilder aus dem Stadtteil Heidingsfeld
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Verkehrsanbindungen in Heidingsfeld
Der Stadtteil Heidingsfeld ist mit den Bereichen Lehmgrubensiedlung und Katzenberg relativ gut an den ÖPNV angebunden. Die ehemalige Linie 23 die von der Reuterstraße in die Lehmgrubensiedlung fuhr, wurde vor einigen Jahren komplett eingestellt und durch einen teilweise geänderten Streckenverkauf der Linie 16 (fährt über Lehmgrubensiedlung und Frauenland bis Dominikanerplatz in der Innenstadt) ersetzt. Zentraler Umsteigepunkt in Heidingsfeld ist die Reuterstraße. Hier starten auch die Linie 31 (Gutenberger Forst) und 33 (Katzenberg). Zusätzlich halten hier die Straßenbahnlinien 5 (Heuchelhof) und 3 (Heuchelhof / Rottenbauer). Bevor die Straba zum Heuchelhof gebaut wurde (Anfang der 1990er Jahre) waren hier auch die Abfahrtpunkte der Linien 30 (Heuchelhof) und 32 (Rottenbauer) welche aber natürlich mit der neu gebauten Straßenbahn eingestellt wurden.
Noch bis vor wenigen Jahren fuhr die Straßenbahnlinie 3 auf einer eingleisigen Strecke durch die engen Straßen im Städtle und hatte ihre Endstation am Ostbahnhof in Heidingsfeld. Die Linie wurde aber im Juni 2001 zugunsten des immer stärker werdenden Autoverkehrs in Heidingsfeld eingestellt (heute fährt nur noch der mietbare Schoppenexpress von Zeit zu Zeit durch das Städtle). Oftmals war es einfach zu eng für Straba und Autos. Heute - einige Jahre nach der Einstellung - besteht wieder verstärktes Interesse an einer Neuaufnahme des Betriebes. Die Gleise wurden nicht entfernt um eine Wendemöglichkeit zu haben. Außerdem wäre die Komplettentfernung sicher zu teuer geworden.
Auch gibt es viele Bürger und Pendler die sowohl den Ostbahnhof in Heidingsfeld als auch den Westbahnhof in der Lehmgrubensiedlung gerne wieder als Haltepunkte der Bahn sehen würden. Gerade für die Heidingsfelder war dies eine ideale Pendlermöglichkeit in die Innenstadt. Zusätzlich nutzten viele Pendler aus Ochsenfurt und anderen Umlandstädten- und Gemeinden den kleinen alten Bahnhof. Ein Zug brauchte vom Ostbahnhof zum Hauptbahnhof unter 10 Minuten - mit der Straßenbahn ist man in Richtung Hauptbahnhof fast 30 Minuten durch die ganze Stadt unterwegs... Zwischenzeitlich setzt sich auch der VCD (Verkehrsclub Deutschland) für eine Wiederbelebung des Haltepunktes ein. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Thema in den nächsten Jahren entwickelt.
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Letzte Aktualisierung: 31.08.2010























