Bilder aus dem Würzburger Stadtteil Heuchelhof

Nach wie vor findet man hier die Geschichte des Stadtteils anhand von Daten einer Arbeit der Universität Würzburg und einige Fotos. Mit diesen Bildern die zwischen 2001 und 2005 entstanden sind, möchte ich zeigen wie der Heuchelhof sich in den letzten Jahren zum positiven entwickelt hat. An manchen Stellen besteht aber nach wie vor dringend Handlungsbedarf. Die Bilder zeigen deswegen teilweise einen "Vorher - Nachher" Vergleich...

links: 2003   |   rechts: 2005


Das Aushängeschild des Heuchelhofs ist und bleibt der Marktplatz (Place de Cean). Im Jahr 2004 konnte dieser nach der Neugestaltung auch endlich eingeweiht werden. Bis dahin war es aber ein langer und wohl auch komplizierter Weg der sich aber sichtlich gelohnt hat. Jetzt ist alles viel heller und freundlicher. Sehr gut macht sich auch die neue Sparkasse im ehemaligen Gebäude des Kupsch Supermarktes.

 

Man mag es kaum glauben - es handelt sich um das gleiche Gebäude! Der neue Anstrich und die Renovierung wirken viel freundlicher. Gerade an dieser Ecke vom Heuchelhof wurde sehr viel getan. Das ehemalige Schwimmbad in diesem Gebäude existiert zwar nicht mehr, dafür sind aber einige Einzelhändler in das Erdgeschoss eingezogen und haben diesen Bereich sehr viel attraktiver und zu einer kleinen "Einkaufsmeile" gemacht.





Der große Kinderspielplatz zwischen Bonner- und Brüsseler Straße wurde komplett neu gestaltet und wirkt jetzt wieder richtig einladend für Kinder und Eltern. Was doch ein paar neue Grünflächen und Spielgeräte schon ausmachen können...





Die dunklen Häuserdurchgänge gibt es natürlich auch jetzt noch an einigen Stellen. Durch die Anpflanzung neuer Rasenflächen und das Zurückschneiden von Büschen konnte aber ein wesentlich freundlicherer Eindruck erzielt werden.





Sehr schön und liebevoll gestaltet wurde der Bereich am neuen Stadtteilzentrum (der ehemaligen evangelischen Kirche) in der Den Haager Straße. Hier wird außerdem sehr aktiv mit den Bürgern zusammen gearbeitet. Es gibt Veranstaltungen, interessierte erhalten (mehrsprachige) Hilfestellungen usw.





Hier an diesen Gebäuden der Bonner Strasse hat sich bisher im Großen und Ganzen leider noch nichts getan. Bis auf ein wenig Farbe die scheinbar von den Bewohnern selber angebracht wurde, wurden so gut wie keine Renovierungsarbeiten durchgeführt.





Diese zwei Bilder zeigen zwar keinen Vergleich zwischen "vorher und nachher", machen aber ganz gut sichtbar, wie sich auch die Formulierungen von Verbots- bzw. Hinweisschildern zwischen den 70er Jahren und heute geändert haben... Das linke Schild ist aus vergangenen Tagen und zeigt nur Verbote an einem Gebäude der Bonner Straße. Das rechte Schild wirbt hingegen für Verständnis...





Die Zeiten auf dem Heuchelhof haben sich geändert...

Das neue Sparkassen Gebäude am Marktplatz 2005Und hier noch ein paar wirklich gute Beispiele, die zeigen wie positiv sich der Heuchelhof an viele Stellen schon verändert hat.Hier sieht es inzwischen wieder richtig wohnlich aus. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Wohnungsgebiete H2 bis H7 in denen sich sehr viele schöne Eigenheime befinden. Leider bleibt hier kein Platz um auch davon noch Bilder zu zeigen. Diese Seite beschäftigt sich auch in erster Linie mit dem H1.

 

Die letzten "Schandflecken"

Im Juli 2007 schrieb ich an dieser Stelle über einige Stellen im Bereich H1 an denen sich wirklich noch gar nichts getan hatte.

Hier fiel der Putz von der Wand, dort bröckelte der Beton und die Stahlträger kamen zum Vorschein... Als Beispiel hatte ich einige Häuser in der Den Haager Strasse angeführt. Die Häuserdurchgänge waren dunkel, ungemütlich, schmutzig und mit hässlichen Schmierereien übersäht (siehe Bilder von 2005). Teilweise fehlten an den Fassaden die Kacheln oder der ein oder andere Anstrich wäre dringend nötig gewesen... Dies war sicherlich nicht nur dem Bürgerverein ein "Dorn im Auge", sondern auch für die Anwohner nicht schön anzusehen.

Renovierte Häuser in der Den Haager Straße 4 im Mai 2010. Was so ein wenig Farbe doch alles zum positiven hin verändern kann... Schade nur, dass es so lange gedauert hat.Renovierte Häuser in der Den Haager Straße 4 im Mai 2010

Als ich die hier gezeigten Fotos im September 2005 gemacht habe, sprach mich spontan eine Bürgerin an und fragte ganz neugierig "tut sich jetzt etwas?" - sie hatte wohl den Eindruck ich wäre von der Wohnungsgesellschaft. Gemeint waren die dringend nötigen Renovierungen an ihrem Wohngebäude. Sie beschwerte sich sehr darüber, dass man sich schon einige male schriftlich an die Hausverwaltung gewendet habe, die aber nichts unternimmt. Für 73m² zahle man hier weit über 600 Euro Miete und dann dieser "erbärmliche Zustand"... Ironischer Weise ist hier das Evangelische Siedlungswerk in Bayern zuständig. Man sollte eigentlich nicht meinen, dass ein Bauträger mit so "sozialem Hintergrund", vordergründig so wenig für seine Mieter tut. Vielleicht liegt es aber auch am relativ weit entfernten "Verwaltungsstandort" in Nürnberg. Was man nicht selber jeden Tag sieht, ändert man vielleicht auch nicht so schnell wie das, von dem man täglich vor der eigenen Tür betroffen ist...

Ob es an dem Artikel auf dieser Seite lag, oder ob es ein anderer Grund war weiß ich nicht. Tatsache ist jedoch, dass inzwischen renoviert wurde wie man an den Bildern von Ende Mai 2010 unschwer erkennen kann.

Warum sind / waren die Häuser teilweise in einem äußerlich so schlechten Zustand?

Hier stellt sich auch immer die Frage der Verantwortung für die Gebäude und Anlagen. Wie mir vom Bürgerverein mitgeteilt wurde, gibt es Wohnungsbaugesellschaften wie z.B. die "Stadtbau", die sich sehr vorbildlich um den Erhalt und die Renovierung kümmern. Andere wiederum investieren gar nichts oder einfach viel zu wenig und werfen somit ein schlechtes Bild auf den Heuchelhof. Der Grund liegt mitunter auch darin, dass die mit den vermieteten Wohnungen erzielten Renditen einfach zu wenig Gewinn einbringen. D.h. im Klartext: manche der 30 Jahre alten Hochhäuser sind heute noch nicht abgezahlt und erwirtschaften damit auch nicht das benötigte Geld für die dringend erforderlichen Renovierungen.

Weiterführende Links

Letzte Aktualisierung: 17.08.2010

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