Der Würzburger Stadtteil Lengfeld
Lengfeld ist ein Stadtteil von Würzburg im Nordosten der Stadt. Die früher eigenständige
Gemeinde wurde 1978 im Rahmen der Gebietsreform zur Stadt Würzburg eingemeindet. Lengfeld hat etwa 11.200
Einwohner. Neben einigen landwirtschaftlichen Betrieben gibt es auch Handwerksbetriebe,
mittelständische Unternehmen und Industriebetriebe (Brose, ehem. Siemens). Ebenfalls auf Lengfelder Gebiet befinden sich Einrichtungen
wie z. B. ein Briefzentrum der Post oder die Justizvollzugsanstalt Würzburg,
die eine der modernsten Vollzugsanstalten in Deutschland ist. Am Rande
von Lengfeld kreuzen sich die Bundesstraßen B 19 und B 8.
Lengfeld befindet sich momentan im Umbruch: Es siedeln sich viele Gewerbebetriebe rund um die Bundesstraßen an. Zur Zeit befinden sich vier Baumärkte, drei Elektromärkte und viele weitere Gewerbebetriebe im Gemeinde- und im Industriegebiet. Mit Ikea ist hier im Jahr 2009 auch ein großer Möbeldiscounter entstanden. Hinzu kommt ein neues Wohngebiet für 3.000 Menschen im Übergangsbereich zwischen Lengfeld und dem Nachbarortsteil Versbach. Für die Erschließung dieser Flächen ist eine neue Anschlussstelle an der B 19 gebaut worden.
Quelle: Wikipedia.de
Die Geschichte von Lengfeld
Aktuell habe ich leider keine genauen Daten über die Geschichte und Entstehung zur Verfügung. Interessant ist aber die Geschichte zur Entstehung der Lengfelder Kirchengemeinde die auch Rückschlüsse auf die Entstehung des Ortes zulässt.
Das genaue Datum der Entstehung der Pfarrei Lengfeld ist nicht mit letzter Sicherheit festzulegen. Die Geburts-, Heirats- und Sterbematrikel von Lengfeld beginnen bereits 1592/94, noch vor denen von Rottendorf (1618), das bislang als Mutterpfarrei angesehen wird. Die Tatsache, dass in dieser frühen Zeit Rottendorf allein einen Pfarrer nicht bezahlenkonnte, wie in verschiedenen Urkunden belegt ist, lässt den Schluss zu,dass die Pfarrei Rottendorf/Lengfeld und sogar noch Effeldorf hieß und der Pfarrernur im damals größten Ort Rottendorf wohnte.
Eine eigene Pfarrei mit eigenem Pfarrer forderten die Lengfelder mit dem Aufbau der Laurentius-Kirche in der ersten bayerischen Periode in Franken 1802 – 1806. Ihre Argumente überzeugten Churfürst Max IV Joseph, den späteren König Maximilian I Joseph, und seinen "Superminister" Montgelas, die beide das Dekret zur eigenständigen Pfarrei Lengfeld am 14. November 1803 unterzeichneten. Diesem Anlass wurde 2003 mit einem Festjahr "200 Jahre Pfarrei Lengfeld" und mit der Herausgabe der Lengfelder Chronik Rechnung getragen.
Die neue selbstständige Pfarrei zählte damals 72 Haushaltungen. Bis zum 2. Weltkrieg wuchs sie nur in bescheidenem Rahmen. Nach 1945 waren Flüchtlinge, Heimatvertriebene und Ausgebombte unterzubringen. Rege Bautätigkeit setzte imAltort, für Letztgenannte aber besonders im Pilziggrund ein, wo aus Gartenhäuschen zunächst Notwohnungen und schließlich feste Häuser wurden. Die Südlage des Pilziggrundes und die moderaten Baupreise machten diese Lage bald zu einem beliebten Wohngebiet vor den Toren der Stadt Würzburg. So ist es nicht verwunderlich, dass Pfarrer Georg Engel und die Lengfelder Kirchenverwaltung, zu der auch schon Bewohner des Pilziggrundes gehörten, bereits 1954 eine eigene Kirchenstiftung gründeten. Diese machte es sich zur Aufgabe, für die ständig wachsende Bevölkerung eine eigene Kirche zu bauen.
1962 erfolgte die Grundsteinlegung, am 22.12.1963 die Einweihung der St. Lioba-Kirche, der von Anfang an Gemeinderäume angegliedert waren. Diese reichten von Anzahl und Größe mit der Zeit nicht mehr aus, so dass 1985/86 das Liobahöfle und der Sakristeitrakt angegliedert wurden. In Nachbarschaft zur Kirche entstand ab 5. September 1971 der St. Lioba-Kindergarten. Daneben besitzt die Katholische Pfarrei auch noch den 1995 erbauten Kindergarten Arche Noah bei der Schule.
So existieren in der Pfarrei Lengfeld zwei Kirchengemeinden (St. Laurentius und St. Lioba). Durch das Wachstum Lengfelds wurde auch die St. Laurentius-Kirche zu klein. Die inzwischen zahlreichen evangelischen Christen suchten ebenfalls nach geeigneten Kirchenräumen. Bei einer Umfrage unter den katholischen und evangelischen Gemeindegliedern stimmten damals 92 % für den gemeinsamen Bau eines Kirchenzentrums. Am 10.11.1974 erfolgte die Grundsteinlegung durch Archimandrit P. Alfons Maria Mitnacht, einem früheren Lengfelder Einwohner. Am 6./7.12.1975 weihten Bischof Josef Stangl und Kreisdekan Rudolf Meisner das erste nordbayerischen Ökumenische Zentrum ein. Der am 13. Mai 1977 gegründete Freundeskreis des Ökumenischen Zentrums unterstützt inhaltlich, materiell und ideell die Ziele der Ökumene. Zur Zeit ist Pfarrer Harald Fritsch katholischer Pfarrer. Der evangelische Pfarrer ist Christof Lezuo. Pater Manfred Hofmann SDB ist Priester für St. Lioba.
Interessante Weblinks aus Lengfeld
- Sportverein TSV Lengfeld 1876 e.V.
- Freiwillige Feuerwehr
- Kirche in Lengfeld
- Evangelische Freikirche Würzburg
- Werbegeminschaft "Lengfeld hat Herz und Schwung"
- Die Pfadfinder in Lengfeld
- Bürgerverein Lengfeld
Bilder aus dem Stadtteil Lengfeld
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Letzte Aktualisierung: 17.01.2012
























