Das Mainviertel in Würzburg
Das Mainviertel von Würzburg wird im Volksmund auch "Fischerviertel" genannt. Grund dafür sind die ehemaligen Bewohner die in früheren Zeiten der Stadt eben Fischer waren. Außerdem befindet sich auch heute hier noch die Fischerzunft. Dieser Stadtteil ist zudem der älteste der Stadt. Es befindet sich direkt unterhalb der schützenden Festung.
Bilder und Informationen
Das Mainviertel beginnt gleich nach der Alten Mainbrücke. Hier auf dem Bild steht eine Hand voll Touristen und beobachtet die Mainschleuse von Würzburg.
Direkt nach der alten Mainbrücke trifft man auf das "Spitäle". Das über 500 Jahre alte Gebäude ist eine der schönsten und meistbesuchten Galerien in Würzburg und Umgebung. Die ehemalige Kirche, Teil des Hospitals "Zu den 14 Nothelfern", wurde von Johann von Allendorf, letzter Abt und erster Propst von St. Burkhard, 1494 gestiftet und unter Fürstbischof Friedrich von Wirsberg (1558-1573) erweitert. In der Folgezeit bürgerte sich der Name "Hofspital" ein. 1793 erfolgte die Umgestaltung der Kirche durch den Architekten Adam Selentin Fischer. Ihre Fassade ist zur Alten Mainbrücke hin ausgerichtet: eine klassizistische Antentempelfront mit Eckpilastern, eingestellten Vollsäulen und abschließendem Dreiecksgiebel.
Bis Ende der 1990er Jahre befand sich unterhalb der Festung Marienberg und
in unmittelbarer Nähe des Spitäles, eine ehemalige Ruine der Zerstörung Würzburgs.
Heute steht an dieser Stelle ein moderner Wohnblock (linkes Bild) mit schicken Eigentumswohnungen
in exklusiver innenstadtnaher Lage. Im Innenhof befinden sich mehrere Geschäfte,
Arztpraxen usw.
Charakteristisch für das Mainviertel sind die engen und teilweise steilen Gassen
direkt unterhalb des Festungsberges (rechtes Bild).
Beim Neubau einiger Gebäude hat man versucht die alten Bestandteile ehemaliger Gebäude mit einfließen zu lassen (links). Einen richtig "romantischen" Blick zur Festung hat man teilweise aus den Hinterhöfen (rechts).
St. Burkard - auch "Burkarder Kirche" genannt, ist die älteste Kirche Würzburgs,
benannt nach Burkard (* 700, + 754), der 742 von Bonifatius zum ersten Bischof
der Stadt geweiht wurde. Zunächst war die Kirche Teil eines Benediktinerklosters,
das 1470 in ein Ritterstift umgewandelt wurde. Mit der Säkularisation und der
damit verbundenen Auflösung des Stifts 1803 gelangte die Kirche in den Besitz
der Pfarrei.
Direkt neben St. Burkard befindet sich das Jugendzentrum "Cafe
Cairo". Noch im 18. Jahrhundert befand sich in dem Gebäude das Frauengefängnis
der Stadt. Direkt nebenan in der Burkarderstrasse 44 ist die
Jugendherberge Würzburg in einem schönen Gebäude direkt unterhalb der Festung
untergebracht. Wer dort nächtigt, hat aus einigen Fenstern einen direkten Blick
auf die Festung...
Das Mainviertel bei Google-Maps
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Letzte Aktualisierung: 25.04.2010












