1300 Jahre Würzburg: Feuerzauber 2004

Im Jahr 2014 war es genau zehn Jahre her, dass Würzburg das 1300-jährige Stadtjubiläum feierte. Aus diesem Anlass hatte ich damals ein wenig in meinem „Bilderarchiv“ gekramt und alte Fotos herausgesucht.

1300 Jahre Würzburg: Feuerzauber 2004

Eintrittskarte

Der Feuerzauber war eine groß angelegte und inszenierte Multi-Visions-Show, zu der neben dem Feuerwerk auf zwei riesigen Leinwänden kleine Filme und Bilder aus 1300 Jahren Würzburger Stadtgeschichte zu sehen waren. Das ganze Jahr stand damals im Zeichen des Jubiläums und Würzburg konnte – zumindest für dieses Jahr – als „Erlebnishauptstadt“ bezeichnet werden. Der Feuerzauber war sozusagen die Hauptveranstaltung und es kamen einige 10.000 Besucher.

Die ca. 90-minütige Multivisionsshow wollte dem Besucher anhand von Texten und Bildern die 1300-jährige Geschichte der Stadt näher bringen. Die Show war in 22 Bilder gegliedert, wobei ein Bild aus Texten, Bildern, Musik und meistens auch Feuerwerk / Pyrotechnik bestand. Der Weltmeister der Pyrotechnik – Joachim Berner – benutzte den Himmel über Würzburg und die alte Stadt selbst als gigantische Leinwand. An Musik kam allerhand Bekanntes und Klassisches zum Einsatz, wie z.B. Terminator, Gladiator, Alan Parson, Lord of the Dance, Händel, etc.

Für das Spektakel wurden Festung und Alte Mainbrücke in wunderschönen Farben illuminiert. Direkt vom Main aus wurden von zwei Schiffen beeindruckende Feuerwerke abgeschossen. Der Feuerzauber war eines der größten pyrotechnischen Inszenierungen, die in dieser Art jemals in Deutschland durchgeführt wurden! Es wäre doch schön, wenn so ein Spektakel wieder einmal stattfinden könnte!

1300 Jahre Würzburg: Feuerzauber 2004

Zum Jubiläum der Veranstaltung habe ich auch den alten Webseitentext aus meinem Archiv geholt, der hier nun folgt.

Am 26. Juni 2004 war es endlich so weit! Der seit Wochen erwartete und in der Stadt vieldiskutierte Feuerzauber konnte um 23.20 (und damit dank unentschiedener Fußballübertragung auf einer Großbildleinwand) ca. 20 Minuten später beginnen. Geplant war das Ganze laut dem Veranstalter „Argo-Konzerte“ als „eindrucksvolles multimediales Licht-, Musik- und Feuer-Spektakel am unteren Mainkai zwischen Löwenbrücke und Alter Mainbrücke“.

Eindrucksvoll? Gigantisch? Ja und nein würde ich sagen. Sicherlich war dies eine Veranstaltung, die in unserer Stadt noch lange ihresgleichen suchen wird – gar keine Frage. Verglichen mit dem sehr ähnlichen Spektakel von 1988 an gleicher Stelle, schneidet es für mich persönlich aber definitiv eher schlechter ab. Meine Eindrücke haben vielfältige Gründe.

Damals gab es wesentlich weniger Probleme mit der Verständlichkeit beim Ton. Mein Standpunkt war auf der Löwenbrücke, wo wir dank erheblicher Echos nicht wirklich viel verstanden haben. Auch ein bisschen mehr Musik und grundsätzlich höhere Lautstärke wäre angemessen gewesen. Überhaupt fehlte der kompletten Veranstaltung ein wenig der „Pepp“. Zu viele Daten, denen man nur schwer folgen konnte (wegen der mangelnden Verständlichkeit) und die das Spektakel zu lange und zu oft unterbrochen haben, rauschten förmlich an einem vorbei. Diese wurden aber durch die genialen Feuerwerkseinlagen gut ausgeglichen. Probleme beim Einlass oder der Getränkeausgabe hatte ich keine – auch, wenn mir viele Leute davon erzählt hatten.

Sehr gut gefallen hat mir hingegen der Einsatz der kompletten Beleuchtung. Warum nur kann die Festung Marienberg und die Alte Mainbrücke nicht immer so schön und farbenfroh angeleuchtet sein und wird (zumindest die Festung) stattdessen immer schon Nachts um spätestens 1 Uhr abgeschaltet? Sollte ein echtes Wahrzeichen nicht die ganze Nacht beleuchtet sein? Aber das ist eine ganz andere Geschichte…

Fazit: Auf alle Fälle eine absolut sehenswerte Veranstaltung, die gerne wiederholt werden soll – und das bitte nicht erst zur 1400 Jahresfeier!

Bilder vom Feuerzauber 2004

Die folgenden Bilder entstanden damals während der Veranstaltung von meinem Standpunkt aus auf der Löwenbrücke. Die etwas verminderte Qualität ist damit begründet, dass alle Aufnahmen analog und damit auf Film entstanden.

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