Fasching in Würzburg
Fasching in Würzburg

Fasching in Würzburg

Die „fünfte Jahreszeit“ und der Fasching sind in jedem Jahr ein Highlight der Veranstaltungen in unserer Stadt. Herzstück ist dabei in jedem Jahr der Würzburger Faschingszug. Dieser ist als der größte in Bayern und einer der größten in Süddeutschland bekannt.

Bis zu 100.000 Besucher (90.000 waren es alleine im Februar 2026) stehen dazu an der Zugstrecke und jubeln den Karnevalisten mit dem für Würzburg typischen „Helau!“ zu. Dafür regnet es dann reichlich Bonbons und andere Überraschungen von den Motivwagen herab.

Würzburger Faschingszug 2027

In der kommenden Faschingssession findet der große Faschingsumzug durch Würzburg am 7. Februar 2027 ab 11.55 Uhr statt. Kurz danach folgt am 9. Februar 2027 der Faschingszug durch Heidingsfeld.

Der Faschingszug in Würzburg beginnt immer um 11.55 Uhr und nimmt folgenden Weg durch die Würzburg Innenstadt.

  • Ludwigstraße – Theresienstraße – Kroatengasse – Semmelstraße – Textorstraße – Haugerpfarrgasse – Obere Juliuspromenade – Dominikanerplatz – Schönbornstraße – Kürschnerhof – Domstraße – Augustinerstraße – Sanderstraße – Sanderring (Auflösung des Zuges).

„70 x das Beste im Würzburger Fasching“

Das war das Motto des großen Würzburger Faschingsumzugs am 15. Februar 2026. Denn der erste Faschingszug nach dem Krieg fand genau 73 Jahre vorher am 15. Februar 1953 statt. Die Differenz von drei Jahren erklärt sich dadurch, dass während Corona und beim Golfkrieg Anfang der 1990er Jahre einige Umzüge nicht stattgefunden hatten.

Das Beste vom Würzburger Faschingszug hatte ich aus meinem damaligen Livestream zu einem Video zusammengeschnitten.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Der Fasching in Würzburg in Bildern

Die folgenden Bilder habe ich bei den großen Faschingsumzügen in Würzburg zwischen 2026 und 2013 gemacht. Die Reihenfolge der Bilder ist absteigend. Von 2026 rückwärts bis 2013. In meinem Archiv finden sich in machen Jahren mehr, in anderen deutlich weniger Bilder. Wieviele Bilder ich gemacht habe, hing immer davon ab wie das Wetter und vor allem die Stimmung war. Manchmal sind es Schnappschüsse die fröhliche Narren und Närringen zeigen, häufig auch die Motivwagen, wenn sie mir gut gefallen haben oder einfach interessant gemacht waren. Da ich in den letzten Jahren immer mehr Livestreams oder Videos gemacht habe, kam ich kaum oder gar nicht zum Bilder machen. So lässt sich auch erklären, warum es aus früheren Zeiten mehr Fotos gibt.

Sturm aufs Rathaus

Der sogenannte „Sturm aufs Rathaus“ erinnert in lebendiger Form an ein historisches Ereignis aus der Zeit des Bauernkriegs: Bauernhauptmann Jakob Köhl aus Eibelstadt wurde 1525 im Grafeneckart gefangen gehalten und später enthauptet. Diese dramatische Episode der Stadtgeschichte griff der Eibelstädter Elferrat 1952 auf und machte sie zur Grundlage für den ersten karnevalistischen Rathaussturm. Das öffentliche Spektakel wurde bis 2017 alle zwei Jahre durchgeführt. Seit 1982 sind aktuelle Ereignisse und neuzeitliche Probleme in das Drehbuch eingearbeitet worden. Nach 2017 kam die Tradition leider zum Erliegen. Gründe dafür waren unter anderem der enorme Organisationsaufwand und die Kosten.

In einem Interview mit der Main-Post sagte Burkard Pfrenzinger, der auch Ehrensitzungspräsident der 1. Karnevalsgesellschaft Elferrat Würzburg (1. KaGe) ist: „Der besondere Reiz lag in der Verbindung von Geschichte und Inszenierung“. Reiter zogen mit Pferden ein, Heerlager wurden aufgebaut, Kulissen errichtet und Szenen über Wochen hinweg vorbereitet. „Das war eine riesige Sache“, sagt er rückblickend. „Am Faschingssamstag war die Innenstadt voll, die Menschen fieberten mit.“ Und selbst wer sonst nichts mit Fasching zu tun hatte, sei stehen geblieben und habe zugeschaut. „Die Eibelstädter sind sogar mit Schiffen gekommen und haben die Stadt eingenommen. Es gab Schaukämpfe, bei denen Wände aus Karton eingerissen wurden. Das Spektakel war sensationell“, berichtet auch Georg Göbel, 1. Gesellschaftspräsident der 1. KaGe Elferrat.

Bis zum heutigen Tag erinnern sich viele Würzburger gerne an diese sehr besondere Veranstaltung zurück! Und auch wenn der Strum aufs Rathaus viele Jahre nicht mehr stattgefunden hat, ist die Tradition auch bei der Karnevalsgesellschaft längst nicht vergessen! Der Wille, die Tradition wiederzubeleben, ist definitiv gegeben! In oben beschriebenem Interview erklärte Georg Göbel vom Elferrat, dass es in der Faschingssession 2028 durchaus wieder einen Sturm aufs Rathaus geben könne.

Die folgenden Bilder habe ich beim Sturm aufs Rathaus im Jahr 2014 gemacht. Die Bauern aus Eibelstadt hatten vor dem Würzburger Dom Quartier bezogen. Am Nachmittag folgte dann die symbolische Schlacht um eine Wand aus Pappkartons in der Domstraße. Nachdem die Bauern das Rathaus erobert hatten, galt es für den Bürgermeister (damals Adolf Bauer) eine Aufgabe zu erfüllen. Es mussten wie in alten Zeiten Weintrauben zu Saft getreten werden und große Mengen Bier getrunken werden. Es war wie immer eine riesengroße und feuchtfröhliche Gaudi! 😉

Links

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert